Euro-Asse
Der ein oder andere Veteran kann sich eventuell noch an Aces of the Pacific erinnern. Eine leichtfüssige Flugsimulation mit Propellermaschinen aus den 40ern. Ein wenig ins arcadige lehnend, aber dennoch Simulation - so etwas ist heute leider aus der Mode gekommen - und '93 kam dann der Nachfolger.
Die Grafik war noch ein wenig besser, die Luftschlachten noch spannender. Dieses mal ging es um die Kämpfe auf dem europäischen Festland während des zweiten Weltkriegs. Die wunderbar gemachte Anleitung habe ich glaub ich noch heute irgendwo rumliegen. Seitdem hat mich keine Flugsimulation mehr so gepackt.
Chris Roberts war nicht nur Schlagersänger
Wenn X-Wing der Grund für den Kauf meines 386ers war, dann war Strike Commander nur wenige Monate später die Ursache dafür, dass ich mir einen 486er DX50 wünschte. Das Spiel selbst war ähnlich der Wing Commander Reihe, ebenfalls von Crhis Roberts, mit ähnlich packender Story und noch grandioserer Grafik. Das Geschehen fand diesmal allerdings nicht im Weltraum, sondern in einem realistischen, (noch immer)leicht in der Zukunft liegenden (2011) Szenario statt.
Strike Commander (MS-DOS, PC Player Review)
Besonders beeindruckend war hierbei die für damalige Verhältnisse monumental gute Spielgrafik, die die PlayTime seinerzeit zu einer 99%-Grafik-Wertung verführte. Allerdings verlangte Origin wie gewohnt der Spielerhardware auch einiges ab. Besonders bei Dogfights kam es auf meinem Referenzsystem zu massiven Rucklern. Kaum kam ein gegnerisches Flugzeug dem eigenen nahe, verkam das Spiel zu einer "Luftdiashow" (blieb allerdings, im Gegensatz zum einige Zeit zuvor auf dem Amiga 500 erschienenen Wing Commander, noch spielbar)
Verdammnis!
Neulich überlegte ich, wann ich meinen ersten echten Ego-Shooter spielte. Mit erschrecken musste ich feststellen. dass das einfach der tatsächlich erste echte Ego-Shooter war. Seinerzeit indiziert, heute eher als Pixelhaufen zu erkennen, revolutionierte die damals noch als Sharewarefirma bekannte Entwicklerschmiede id Software mit Doom die Art, wie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Spiele aussahen und auch aussehen werden.
Doom (MS-DOS)
Erste 3D-Grafiken gab es auch schon vorher, aber keine hatte die Qualitäten, die auch noch heute in gesteigerter Form in aktuellen Shootern stecken. Das Spiel bot quasi-echtes 3D, auch mit der Möglichkeit, mehrere Stockwerke und Nicht-Quadratische, sogar vollkommen Runde Objekte darzustellen. Die Gegner waren als grob animierte 2D-Sprites zu erkennen, die beim näher kommen nach heutigen Maßstäben zu Pixelhaufen verkamen. Via F-Taste (welche genau ist mir entfallen) konnte zwischen niedriger Auflösung (386er) und hoher Auflösung (486er) gewechselt werden.
Den Sternen entgegen!
Wer nach Weltraumstrategiespielklassikers gefragt wird antwortet meist entweder mit Master of Orion oder Homeworld. Ich schreie hingegen "Spaceward Ho!"
Das Spiel hatte selbst für damalige Verhältnisse eine üble 16-Farben-Grafik (die PowerPlay gab in 2/93 magere 33%), war aber ungemein motivierend. Allerdings hab ich zu den anderen Klassikern keinen Vergleich. Master of Orion hab ich bestenfalls einmal angespielt..
I feel like i could...
Jetzt wirds kompliziert. Wenn ich darüber nachdenke, welches das wichtigste, repräsentativste Genre für die ausgehenden frühen Neunziger und damit der Hochzeit meines Classic Gamer Lebens darstellt, gehe ich unweigerlich die großen Spiele dieser Zeit durch. Rollenspiele vielleicht? Vielleicht mein Lieblingsgenre, damals auch stark vertreten, aber nicht das Genre schlechthin. Strategie, Simulation, Action? eigentlich bleibt nur eine echte Antwort: Adventures. LucasArts, Sierra, Westwood, Adventure Soft versorgten die Spielergemeinde mit einem Hit nach dem anderen. Das größte Genre waren also Adventure. Die größte Softwareschmiede in diesem Genre war LucasArts. Und das wahrscheinlich größte Spiel (da kommt höchstens noch ein Pirat mit) war DOTT. Day of the Tentacle.
Day of the Tentacle, Intro (MS-DOS)
Genaugenommen war es kein Spiel. Es war der Höhepunkt des Genres, der Zenith einer Ära. Kein Spiel zuvor oder danach kann oder konnte dieses Level noch einmal erreichen. Nunja, wenn ich recht darüber nachdenke, bin ich vielleicht auch ein wenig subjektiv. Vielleicht auch ausschließlich. DOTT war der erste große Bericht in meiner ersten PC Player, das erste Adventure auf dem PC (keine Diskettenwechselei während eines Geisterpiratenspuks!), die erste wirklich grandiose Sprachausgabe, das letzte Spiel mit fest angezeigten Verben.
Day of the Tentacle, Speed-Run (MS-DOS)
Das einzige Manko, für mich, war und ist (allerdings bei allen Adventures) das Replay-Value. Ich glaub ich hab kein Adventure zweimal gespielt. SCUMMVM find ich zwar genial, aber ich konnte noch für kein Spiel, DOTT inklusive, die Motivation aufbringen, es noch einmal zu spielen.
09.07.2009
Classic Games - 1993 - Teil 3
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dan
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7/09/2009
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04.07.2009
Classic Games - 1993 - Teil 2
X-Flügler
Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich bei einem Mitschüler saß und er mir auf seinem 386er das Intro von X-Wing präsentierte. Wir hatten bis dahin den einen oder anderen graphisch anspruchsvollen Amiga-Titel gespielt, aber was da über den Bildschirm huschte, hatte wir noch nicht gesehen.
X-Wing (MS-DOS)
Die Spielgrafik selbst war mittels Polygonen dargestellt, was dem Weltraumerlebnis einen Arg klobigen, aber sehr dreidimensionalen Charakter gegenüber den Pseudo-3D-Sprites von Wing Commander ermöglichte. Statt drei verschiedenen, ruckelig wechselnden Perspektiven, flog man butterweich an den befreundeten oder feindlichen Schiffen vorbei. Und das alles war dann letztenendes auch der Hauptgrund dafür, dass ich mir Anno '93 einen 386 DX 40 holte.
X-Wing Test @ Powerplay 5/93
X-Wing Test @ PC Joker 4/93
Im Banne des Syndikats
In den goldenen Zeiten der PC Spiele war die Computerspielewelt noch in Ordnung. Westwood kümmerte sich noch um Adventures und RPGs (Kyrandia, Lands of Lore), Blizzard um Wikinger (Lost Vikings) und Bullfrog produzierte mit Peter Molyneux ein Meisterwerk nach dem anderen. Eines davon versetzte den Spieler in eine Bladerunner-artige, farbarm-hochauflösende Dystopie, innerhalb derer er kleine Vierergruppen von Agenten kontrollierte.
Syndicate (MS-DOS)
Die Agenten konnten mit Waffen- und Körperupdates und diversen Drogen versehen werden, letztere brachten mehr Geschwindigkeit. In den einzelnen Levels geht es um der Erweiterung des Syndikates durch Landgewinn. Dabei müssen in einer Art GTA-Manier beispielsweise feindliche Agenten ausgeschaltet werden. Agenten agieren dabei zum Teil eigenständig intelligent und sammeln, falls unbewaffnet, selbständig herumliegende Waffen auf. Ebenfalls ähnlich zu GTA war das damals noch sehr ungewöhnliche Sandboxing. Die einzelnen Levels sind ausgesprochen frei begehbar, Autos können gestohlen und gefahren werden, seinerzeit ein absolutes Novum.
Syndicate war damals im Sommer neben dem nächsten Titel das Spiel schlechthin. Und noch heute fühl ich mich bei Industriegebieten und Güterbahnhöfen an Molyneuxs Meisterstück erinnert.
Syndicate Test @ Powerplay 7/93
Wüstenwürmer, zweiter Teil
Power Play: 74%. Ich glaube, damit kann man Heinrich Lenhardt noch heute ärgern. In jedem Fall war das genrebegründende Dune 2 mit Sicherheit das unterschätzteste Spiel des Jahres '93. Die ASM gab allerdings immerhin eine 10/12.
Dune 2 (MS-DOS)
Für alle Jüngeren: Dune 2 war der geistige Vorgänger des zwei Jahre später erscheinenden (verbesserten und deutlich höher bewertetem) Command & Conquer. Zum ersten Mal fanden unter MS-DOS Echtzeitstrategieschlachten im Massenmarkt statt. Damals noch sehr auf grundsätzliche Prinzipien beschränkt und mit zum Teil frustrierender KI versehen ("Warum fährt der Harvester nicht heim?") war es für uns ein gleichbedeutender Sommerhit neben Syndicate.
Dune 2 Test @ Powerplay 3/93
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dan
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7/04/2009
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02.07.2009
In eigener Sache: Wer liest diesen Blog?
Ich seh zwar Statistiken, hab aber keine Ahnung ob jemand das was ich hier so zusammenkritzel auch liest. Wär cool wenn die Stamm- und Gelegenheitsleser da draussen mal einen Kommentar absetzen!
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dan
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7/02/2009
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30.06.2009
Neue Albenreviews
Hier mal die Alben, die ich mir in den letzten Monaten kaufte und spielte:
Bob Dylan - Tell Tale Signs (2008) [*****]
- Brilliante Versionen bekannter Songs.
Bruce Springsteen - Working on a Dream (2009) [***]
- Gutes Album, bleibt aber weniges hängen
Conor Oberst and the Mystic Valley Band - Outer South (2009) [****]
- Nicht ganz so gut wie sein Solo-Debüt, aber gewohnt melodiös
Fleet Foxes - Fleetfoxes (2008) [****]
- Fast eine *****. Erinnert mit den Chören an CSNY. Originell produziert und genial gesungen
Iron & Wine - Around the Well (2009) [****]
- Besser als die Kritiken sagen. Ruhige, schöne Folk-Melodien.
Neil Young - Fork in the Road (2009) [***]
- Einfacher und unterhaltsamer Rocker.
Pete Doherty - Grace/Wastelands (2009) [**]
- Kritikerliebling, ist gegenüber den Babyshambles/Libertines Alben aber totlangweilig.
U2 - No Line on the Horizon (2009) [***]
- Fast eine ****, besser als die beiden Vorgänger, aber die alte Größe wird nicht erreicht.
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dan
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6/30/2009
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29.06.2009
Classic Games - 1993 - Teil 1
1993 war das vielleicht beste Spielejahr aller Zeiten. Natürlich ist so eine Einschätzung auch immer subjektiv. Vielleicht kamen in 2008 mehr gute Spiele raus. Aber wer 1993 weit mehr Zeit als heute hatte, seine erste PC Player kaufte und sein erstes MS-DOS System, einen 386er DX 40 mit 105 MB Festplatte, aufbauen durfte, kann auch ob des süßen Geschmacks der Nostalgie auf kein aktuelleres Jahr kommen. Nach dem stark Action-orientierten Amiga-Gedaddel in den frühen 90ern machten die schönen und innovativen PC Spiele mächtig Eindruck.
Aber nicht nur die Goldene Zeit der DOS-Spiele war auf dem Höhepunkt, auch ein berühmter Handheld zog seinen Siegeszug fort: Der Gameboy.
Fortgesetztes Gehüpfe
Und für genau den kam '93 das geniale Super Mario Land 2 raus. Man mochte es eigentlich noch weiter in der Vergangenheit vermuten, vergleicht man es mit anderen Spielen diesen Jahres. Level für Level in herrlicher Graustufen Optik, brilliantes Leveldesign trotz der Abwesenheit von Miyamoto im Entwicklungsprozess (Hiroji Kiyotake war der Hauptverantwortliche für das Spiel).
Super Mario Land 2 (Gameboy)
Aber nicht nur die grümelige Grafik des Vorgängers (damals hatte Mario gefühlte 3 Pixel) wurde ordentlich aufgemotzt, wie bei Super Mario World auf dem Super NES konnte unser Klempnerfreund nun auch frei nach rechts oder links laufen und springen. Das Spiel war angenehm lang, was bei dem damals beeindruckenden Umfang von 4 MBit (Ja, das sind 512 KB und das war damals für den Gameboy das Maximum der verfügbaren Spiele) nicht verwunderlich war.
Ein wunderbarer 2D-Mario also, für den Fans bis 2006 auf einen echten Nachfolger warten mussten. Erst dann kam New Super Mario Bros für den Nintendo DS heraus, der erste 2D-Mario seit damals.
SML2 Test @ Powerplay 1/93
SML2 Test @ ASM 2/93
Überlebenserstling
Aber neben dieser gelungenen Fortsetzung starte auch einen Erstling, die bis heute in Spielen und leider auch Filmen Remakes und Sequels nach sich zog. Man kann es als geistiger Urvater von Resident Evil und damit auch der Silent Hill Reihe bezeichnen. Die Rede ist von Alone in the Dark.
Alone in the Dark (MS-DOS)
Die Grafik bestand damals aus hübsch gezeichneten, statischen Hintergrundbildern, die Protagonisten hingegen aus butterweich animierten, aber furchtbar klobigen Polygonhaufen. Zum ersten mal paarten sich hier Adventure- mit Actionelementen im heute bekannten Survival-Horror-Stil. Damals allerdings noch weit weniger hektisch als beispielsweise bei dem actionlastigeren Resident Evil und dem noch schnelleren Silent Hill. Durch die Bitmap/Polygonmischung gelang ein effektiver, den damaligen Hardwarebeschränkungen geschuldeter, Grafikstil, der wunderbar die gruselige Atmosphäre auffangen konnte.
Alone in the Dark Test @ Powerplay 1/93
Pixel waren gestern
Ein anderes Spiel machte einen besonderen Grafikstil berühmt. Der Stil hieß Voxel, dass legendäre Spiel dazu Comanche. Bei Voxeln (volumetric pixel) handelt es sich um dreidimensionale Pixel, die für damalige Verhältnisse eine besonders plastische Umgebungsdarstellung boten, ganz ohne klobige, texturfreie Polygonflächen.
Comanche (MS-DOS)
Die spielerischen Qualitäten traten damals recht weit in den Hintergrund, was bis heute haften bleibt ist die ungewöhnliche und überzeugende Grafik. Wirklich auf der breiten Front durchgesetzt hat sich die Voxeltechnick allerdings nie, mit besserer Hardware waren immer detailliertere Texturen auf den Polygonen möglich.
Comanche Test @ Powerplay 1/93
Comanche Test @ ASM 1/93
Geniales von den britischen Brüdern
Auf dem Amiga gab es so einige begnadete Entwicklerstudios. Krines war begnadeter als die Bitmap Brothers. Bis '92 hatten sie bereits den Shooter Xenon, das "Sportspiel" Speedball (beide 1988), Xenon 2 Megablast (1989), das Action-Adventure Cadaver (1990), Speedball 2: Brutal Deluxe (1990) und die Jump'n'Runs Gods und Magic Pockets (beide 1991) fabriziert. 1993 schließlich folgte das BB-Spiel schlechthin: The Chaos Engine. Grandiose Steampunk-Grafik von Dan Malone, ein treibender Soundtrack, glasklare Sprachausgabe und perfekt designte Levels.
The Chaos Engine (Amiga)
Besonders der KoOp-Modus damals, für einen zweiten Spieler an einem zweiten Joystick, war damals schlichtweg brilliant. Etwas besseres haben die Brüder nicht hinbekommen können.
Chaos Engine Test @ Amiga Joker 2/93
Chaos Engine Test @ PowerPlay 2/93
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dan
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6/29/2009
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26.06.2009
Kommentar zur Bundestagswahl 2009 II
Der Wahlkampf der Union ist wie immer beeindruckend. Beeindruckend konfus und unerhöhrt fehleranfällig (Das bislang desaströse Abschneiden der SPD behandelte ja bereits der erste Artikel). Kaum dass es in den finalen Wahlkampf geht, mit gewohnt deutlicher Führung, hat ein wichtiges Unionsmitglied noch ein Ass im Ärmel. Zumindest für die politische Konkurrenz. Waren es '05 noch die Aussagen eines hochintelligenten Unpolitikers und das letzte Mal in Hessen die Jugendlicher-Ausländer-Karte, so sorgt dieses mal der Baden-Württembergische Landesfürst mit der Bestätigung von Gerüchten dafür, dass sich die SPD auf die nächste Sonntagsfrage freuen darf.
Bereits Anfang der Woche kursierten die ersten Behauptungen angeblich informierter Kreise, dass die CDU/CSU eine satte Mehrwertsteuererhöhung plant. Und dass, obwohl sie sich doch bislang im Wahlkampf auf einen ob der desolaten Haushaltslage gefährlichen Steuersenkungskurs eingeschossen hatte. Die Gerüchte waren vielfältig. Von einem allgemeinen Satz von 21%, über eine Angleichung des vergünstigten Satzes bis hin zur Angleichung auf 18% war die Rede. Oettinger war allerdings etwas zahmer. Ein oder zwei Prozent auf den vergünstigten Satz, mehr nicht. Nur steht das dem aktuellen Wahlprogramm der Union eklatant abweichend gegenüber.
Vielleicht holt Angela Merkel demnächst noch jemanden dazu, der Herrn Oettinger erklären kann, was ein, zwei Prozent an Stimmen bedeutet. Das müsste dann jemand sein, der gut rechnen kann. Vielleicht ja ein Professor aus Heidelberg...
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dan
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6/26/2009
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21.06.2009
Review Palm Pre
Nicht zum ersten Mal taucht der Begriff iPhone-Killer auf, bislang konnten aber alle LGSamsungNokiaExpress zumindest noch keine relevante Konkurrenz zu Apples Überprodukt aufbauen. Bislang fehlte hierfür immer ein entscheidendes, neues Feature. Meist schafften es rivalisierende Smartphones lediglich, ähnlich gut (Multitouch) oder etwas besser (Kamera) zu sein, eine wirkliche Revolution fand nicht statt. Und Kaufargumente wie der mittlerweile gewaltige Appstore sind auch erst einmal aufzuholen. Was also macht den Pre, das neue Produkt das schlingernden Ex-PDA-Giganten Palm, besonders? Da wäre zum einen Jon Rubinstein, der seit 2007 für den Smartphone-Hersteller arbeitet. Er war nach seiner führenden Arbeit bei Apple an dessen iPod aus der Frührente zu Palm gelockt worden und hat sich scheinbar sogleich an die Konzeptionierung eines neuen Gadget für den Massenmarkt gemacht, dass den Hersteller wieder auf die Spur bringen soll. Mittlerweile ist Rubinstein CEO von Pre, das erinnert stark an die Konstellation bei seinem früheren Arbeitgeber. Das Pre selbst ist von der Fachpresse begeistert aufgenommen worden. Grob umfasst ist es ein typisches 09er Smartphone. Tolles Design, großer Multitouchscreen, High-Speed-Mobiles Internet und als kleine Neuerung kabelloses Aufladen durch elektromagnetische Induktion. Als Betriebssystem kommt das linuxbasierte webOS, der Nachfolger von Palm OS, zum ersten Mal auf einem Smartphone zum Einsatz. Das schaut gut aus, unterstützt das bereits erwähnte Multitouch und bietet gegenüber dem iPhone echtes Multitasking. Unterhalb des Touchscreens kann als Slide eine elegante kleine QWERTZ-Tastatur ausgefahren werden, das ist deutlich sinniger als beim G1. Eine Synchronisierung am PC ist ironischerweise via iTunes möglich, falls Apple für das nächste Update keine Pre-Sperre einbaut.
Ob Design, Betriebssystem, Tastatur und Multitasking dafür ausreichen, aus dem Pre einen Erfolg oder gar einen iPhone-Killer zu machen, steht freilich in den Sternen. Einen 50.000 Applikationen schweren Store kann Palm sicher nicht binnen kürzester Zeit aufbauen. Die ersten veröffentlichten Zahlen lassen für Palm allerdings einiges hoffen. Seit 6.6. ist das Smartphone in den USA erhältlich, wann und bei welchem Provider es in Deutschland erscheint ist noch offen. (dc)
Links:
article@wired.com
offiziell@palm.com
review@chip.de
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dan
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6/21/2009
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