23.05.2005

Warum?

Warum wählen bei Landtagswahlen alle Bundespolitisch? Warum gibt es Wahlanalysen hierzu? Ist doch sch**egal ob da Steinbrück, Rüttgers oder Donald Duck zur Wahl
stehen! Warum war Lafontaine bei Christiansen gestern noch der Vernünftigste? Warum regt sich das Volk über Feinstaub (in Büros schlimmer als auf Mannheims Straßen), Managergehälter (eine Kürzung bringt, wenn die Unternehmen tatsächlich arbeitnehmerfeindlich sind, keinen einzigen neuen Arbeitsplatz, lediglich Gewinnmaximierung der Aktionäre, Doh!) und Bahntickets bei Lidl (kreisch!!) auf? Warum Hartz IV, warum Holtzmann? (Zugegeben, dass waren nun echt die Favoriten der Rot-Grünen Herrschafft). Wieso nimmt die Union die selbstverschuldeten Themen Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung in den Mund und jeder findets toll?
Fest steht: Eine Neuwahl im Herbst sorgt für begrenzt klarere Verhältnisse. Wenn auch Klarheit bezüglich des Bundesrates nicht geschaffen wird, der bleibt ohnehin
schwarz. Rot/Grün wird es dabei allerdings verdammt schwer haben. Zumindest wird so jedoch das übliche, alle vier Jahre eintreffende, Bundesratblockadepolitikgerangel (abwechselnd von beiden Lagern) in diesem Zyklus verkürzt. Gelte ich eigentlich als Verfassungsfeind wenn ich eine Abschaffung des Bundesrates gutheißen würde? Und Auflösung nicht des Bundestages sondern der Parteien?
Meinungen bitte!

Kommentare:

Z_rulez hat gesagt…

Huch das sind ja Fragen über Fragen...

Also das mit den Managergehältern seh ich n bissl anders, eine Kürzung würde in sofern Wirtschaftspolitisch entweder Arbeitsplätze schaffen oder Steuereinnahmnen erhöhen (Vorsteuergewinn der Unternehmen würde ceteris paribus steigen und den Unternehmen würde es schmackhafter gemacht, ein paar Produktionsfaktoren
(Stichwort Grenzleid des Humankapitals) mehr einzusetzen.

Die Union sollte in der Tat ganz kleinlaut sein, schliessich ist unser mieses Rentensystem dem "Liebling der Union" Konrad Adenauer zu verdanken. Toll finden das CDU Geblubber nur Kleingeister, aber leider ist im Zuge der fortschreitenden Slatkoisierung der Weissdu- Gesellschaft der Intellekt und die Ethik auf der Strecke geblieben. Und daß die überstürzte Einheit was gekostet hat und noch kostet, darauf hat damals nur einer hingewiesen - wobei wir wieder beim einzig vernünftigen wären: Oskar for Bundeskanzler-

Also eine Abschaffung des Bundesrates fände ich - bei genauer Betrachtung - gar nicht mal so schlecht.
Im übrigen sollte man viel öfter ne Volksentscheidung anberaumen (das würde auch nicht viel länger dauern, und uns wär einiges erspart geblieben. Die Parteien sollten nicht abgeschafft werden, allerdings die Kontrolle dieser und die Transparenz vereinfacht werden.

Die Wahlen im Herbst wird wohl die Union gewinnen, insbesondere dann dann wenn´s Wulff macht und nicht Ede oder Angie.

Bahntickets bei Lidl : extremrofl.

dan hat gesagt…

@Managergehälter: Ich meinte es mehr so: Ein "sozial" eingestelltes, Arbeitnehmerfreundliches Unternehmen würde niemals dem Vorstand zweistellige Millionengehälter zahlen, wenn es gleichzeitig 5.000 Leute auf die Strasse setzt. Würde der Vorsteuergewinn eines solchen Unternehmens steigen gäbe es einfach 5% mehr Dividende. Aber warum nicht, ein Versuch wäre es ja mal wert.

@oskar for bundeskanzler: Ich hätte da die Befürchtung, dass er nach ein paar Monaten wieder kein Bock hat und ne Partei zwischen der SPD und der PDS gründet.

@wulff: roland "unterschriftenaktion" koch wär noch ein geheimtipp, dann wären wir ihn auch in Hessen los.