22.09.2005

SPD will Union in zwei Fraktionen sprengen

Originell war es ja schon, als am Wahlabend die SPD-Spitze von der SPD als stärkste Partei sprach. Ist ja grundsätzlich korrekt, wenn auch die CDU bekanntlich nicht in Bayern antritt, und somit ja kaum stärkste Partei werden kann.
Doch hier die Details der Journalisten (zur höheren Objektivität zweimal neutral plus stern und spiegel):
artikel@yahoo.de
artikel@stern.de
artikel@spiegel.de
artikel@tagesschau.de

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Kommentare:

Z_rulez hat gesagt…

Naja über die Legitimität kann man streiten, ich halts zumindest nicht für abwegig.
Fakt ist auf jeden Fall:
1) Dadurch daß die jeweils mit 2 Nasen in den Medien aufkreuzen und sich die Karten zuspielen können haben die doppelte Medienpräsenz ! Ich als Werbefachmann kann beurteilen, daß das ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil ist !

2) Parteienfinanzierung
Für jede anspruchsberechtigte Partei wird gemäß § 18 Abs. 3 PartG jährlich für die bei den
jeweils letzten Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen insgesamt erzielten gültigen
Stimmen bis zu einer Gesamtzahl von 4 Mio. Stimmen je Stimme ein Betrag von 0,85 € sowie
für darüber hinaus erzielte Stimmen 0,70 € je Stimme in Ansatz gebracht („Wählerstimmenanteil“).

Also: Dadurch, daß die auf 2 Parteien Basis operieren, kassieren sie 2 mal den höheren Satz der bis 4 Mio Stimmen gilt !!!! Zum Vergleich Auszug aus dem offiziellen Wählerstimmenkonto der Bundestagswahl 2002 unter
http://www.bundestag.de/bic/finanz/finanz_02.pdf

Von den Wahlkostenerstattungsvorteilen will ich gar nicht reden.

Daß die CDU nicht in Bayern antritt - sorry - kann ja auch nicht das Problem der SPD sein.

Also dass die beiden Unionsparteien schon immer Meister waren im Rosinen rauspicken (aber das passt ja in die Gesellschaft) kann ich nicht gerade bestreiten.

Also. Eine Partei machen und diese auch Schrägstrichfrei benennen oder 2 Parteien bleiben was sie sind.

dan hat gesagt…

Geb dir mit allem Recht, dass ist keinesfalls so in Ordnung. Aber,
aAuch wenn die Union von mir keine Stimme bekommen hat: Wenn es die Genossen nervt, dass CDU/CSU bislang zusammen gesehen wurden, dann das doch bitteschön vor der Wahl klären. Jetzt reaktionär im Nachhinein eine Aufsplittung erzwingen ist unterste Schublade und kann keinesfalls dem Wunsch des Wählers entsprechen. Ich finde der überhebliche (wenn auch saukomische) Auftritt Schröders hat ausreichend Puffer aufgefressen.

Naja, Münte hat wohl vorhin abgewunken, er habe das nicht vor. Falls doch, und es trotzdem zu Neuwahlen kommt, muss ich mir nochmal in aller Ruhe Gedanken machen. Der Spot der APPD war ja auch interessant.

Z_rulez hat gesagt…

Jep.. da geb ich mal dir recht..

1) Der Auftritt Schröders bei der Elefantenrunde war skandalös (hat er übrigens gerade selbst eingeräumt)
2)Hätte man vorher klären müssen.

Aber: Formale Fehler ändern nichts an der Sachlage.

Neuwahlen will im übrigen keiner.

Ich kritisiere nur diese Von-allem-das-beste Mentalität, das geht so nicht und in der breiten Bevölkerung ist dieses "Mitnahmeverhalten" ja durchaus wiedererkennbar, ob einem etwas zusteht oder nicht.

Von mir aus sollen sie die Schwampel machen und eine(n) CDU Schrägstrich CSU KanzlerIn nominieren.

Ich bleibe dabei, die Schwarze-Kassen-CDU kommt nicht über Ihren Schatten hinweg, und bei der Personalsituation wen die aufbieten, naja...

OK auf APPD kann man sich einigen, auch wenn Sie die besten Szenen aus dem Spot rausschneiden mussten.

dan hat gesagt…

ja, ehrlich gesagt halte ich die jamaika-geschichte aktuell auch für das "vernünftigste", da die fdp ausnahmsweise mal ihr fähnchen nicht in den wind hängt und der gerd bei ner großen ja schmollt. vielleicht gibts nach änderung der geschäftsordnung ja auch spd/csu/grün MWHUAHAHA!