03.11.2006

NL Hold'em 2/5, 500, 2006 III

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Wenn wir im Nachhinein Untertitel für unsere Poker-Sessions vergeben würden, würde ich das gestern vorhin als "Die Schlacht" bezeichnen. Aber der Reihe nach:
Das erste Drittel des abends verlief ganz ähnlich wie die letzten Male. Heiko spielte aggressiv, war schnell chipleader, armin lag deutlich im minus, ich lag im minus, holsch auch. Zur Mitte des Spiels wurde das noch schlimmer. Armin, Holsch und Ich mussten tels mehrfach nachkaufen. Nach dem ersten Rebuy ging ich Tilt, spielte hoffnungslos schlecht, das kostete mich den zweiten Rebuy und 500 chips.


Ace
Originally uploaded by plinkout.


Aber das Blatt wendete sich immer mehr, je später der Abend wurde. Holsch konnte aufholen, spielte starke Hände bis zum Showdown oder zum Fold des Gegners, er kam wieder gut ins plus, unter anderem auf Kosten von Heiko. Auch Armin und ich spielten von nun an aggressiver, alle paar Runden gab es einen All-In. Die Chips wechselten nun schnell ihren Besitzer. Einen der All-Ins war mein AKo pre-flop den ich mit vollen 500 chips gegen Heiko gewann.
In einem Riesenpot zwischen Armin, Holsch und Heiko verteilte sich die Position der Spieler dann endgültig. Nach einem 3-8-? Flop ging Holsch mit AK All-In, Heiko callte (Irgendwas mit Q), Armin ebenfalls. Letzterer gewann den Pot mit zwei Pärchen, 8 und 3. Das kostete Holsch ein Heidengeld, er rutschte nach einer tollen starken Phase wieder ins Minus. Heiko kostete es seinen kompletten, von den vorherigen Angriffen schon dezimierten Stack.

Das Ergebnis des Abends:

Armin +959
Dan -115
Holsch -400
Heiko -500


Was nach drei Sessions zu folgender Tabelle führt:

1. Heiko 1676 ( -500)
2. Daniel 739 ( -115)
3. Holger -380 ( -400)
4. Armin -2019 ( +959)

Kommentare:

Z_rulez hat gesagt…

Jaha das wird wohl als "The Battle of Hemsbach" in die Geschichte eingehen. Irgendwie ist es nicht zu übersehen, dass am Anfang jeder Session die Leute knausern (soll ich jetzt den Small blind auf den Big ausfstocken oder nicht), und gegen Ende sich die All-ins die Klinke in die Hand geben. OK ich hab mein klassisches Spiel (ich nenn es mal kontrollierte Offensive)lange durchgezogen, aber gegen Ende verliessen mich leider die Hände (keine Fehler gemacht, halt nur "bad found".)
Am Ende haben mich die Gegner auch langsam - endlich - durchschaut, und vor allem Holsch hat einige extrem geile Setzaktionen gebracht und mir endlich den Turn verteuert. Meine Strategie unterliegt halt langsam einem wear out effekt - jetzt wirds Zeit die Strategie zu optimieren solange ich noch vorne bin. Aber eins wird bleiben. Den Flop will ich sehn, koste es was es wolle.
Nichts desto trotz wars n netter abend.

dan hat gesagt…

fands bislang mit letztem mal eigentlich die beste session. dwar wahrscheinlich mieses timing am anfang dass ich zu viele miese hände hatte und trotzdem kämpfte. mal schaun, vielleicht spiel ich nächstes mal einfach so wie ich auch mit nem vollen tisch spiele. am ende liefs zwar sehr gut bei mir, aber auch nur weil du genug hattest mich zweimal dick zu callen.
wenn wir irgendwann zu sechst oder siebt spielen müssen eh andere strategien her :-)

Armin hat gesagt…

Ja, das war diesmal eine echt geile Session. Am Anfang spielte ich sehr vorsichtig und konnte meine Chips leicht erhöhen. Später ließ ich mich wieder zu riskanten Aktionen hinreissen. Mein erster All-in mit einer Straße ging dann mal wieder an Heiko mit einem Flush. Also das übliche Spiel "Nachkaufen". Heiko als Chipleader spielte wieder sehr aggressiv und so schmolz auch der zweite Chipvorrat schnell dahin. Wie bei den letzten Malen ein zweites Mal "Nachkaufen". Der Abend lief wieder auf ein Desaster hinaus. Aber plötzlich wendete sich das Blatt. Zu vorgerückter Stunde spielten alle wie entfesselt. Den üblichen Verlust von 1500 vor Augen spielte ich sehr riskant. Mit 3 und 8 ging ich voll mit. Bis zum Flop hatten Heiko, Holger und ich glaube ich schon jeder fast 250 in den Pot gezahlt. Der Flop brachte mir nochmal 3 und 8. Nach einigen Erhöhungen und schlechten Karten auf Turn und River hatte ich das Ding im Sack. Im letzten Spiel des Abends ging es dann nochmal heiß her. Ich hatte die Aussicht auf eine Straße, Heiko auf Flush. Er spielt sehr aggressiv und ging All-in. Nachdem im Flop meine Straße sicher war denkten wir beide die Karten auf. Jetzt ging das große Zittern los. Bekommt Heiko im Turn oder River ein Pik, hat er den Flush und ich bin raus. Die Pik kam nicht und ich war auf Sieger-"Straße". Bin zwar noch letzter, aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist gemacht.

dan hat gesagt…

:-) Also wenn ich eins in den Sessions gelernt habe, dann dass man sich als guter Pokerspieler einfach schnell anpassen muß. Bei einem Shorthanded Game mit vier Leuten muss man einfach looser spielen (aggressiv ist imho immer gut, aber mit 10 Leuten nur Premiumkarten). Besonders fällt mir auf, dass viel gechekt und gecallt wird. An einem vollen Tisch raise ich oder folde, wenn ich eine Hand habe die gerade so viel Wert ist dass ich den Einsatz calle dann kann sie nicht genug Wert besitzen sie weiterzuspielen. Bin schon gespannt auf nächstes Mal.

Seb hat gesagt…

< zitat >Nach dem ersten Rebuy ging ich Tilt, spielte hoffnungslos schlecht, das kostete mich den zweiten Rebuy und 500 chips.< /zitat >

goettlich =) hoert sich an wie bei nem WoW turnier auf giga =)

dan hat gesagt…

@seb: bevor du nicht bei der schlacht dabei bist keine witze über veteranen lol!