30.12.2006

NL Hold'em 5/10 (+5), 500, 2006 VI

5/06 > 06/06 > 01/07


Der Pott scheint zu wachsen...

Letzte Session, erstmalig mit einem Ante von 5. Dadurch waren in jedem Pott mit Ant und Blinds direkt 35 Chips. Im allgemeinen spielten die beiden vermeintlich tighten Spieler Armin und Dan recht loose. Beide kostete das zu Beginn mächtig Geld, wir mussten beide zweimal nachkaufen. Das Geld verteilte sich zwischen Heiko und dem immensen Stack von Holsch, der sein loose-agressives Spiel ausgereift vorführte. Heiko spielte weit weniger aggressiv wie die letzten Male, häufig gab es keinerlei raises Pre-Flop, meistens kamen 3-4 Spieler an den Flop.


"Ich glaub ich bekomm noch mehr"

Zur Halbzeit gab es einen kleinen Break im Spielverlauf, von da an konnte ich von etwa -1200 nach und nach meine Verlust abbauen, das Geld wechselte ansonsten häufig zwischen Heiko und Holsch, wohingegen letzterer im Verlauf des restlichen Abends einiges an Vorsprung verlor.


"Hab ich die Asse jetzt oben oder unten hingepackt?"

Armin konnte seine Verluste nicht wieder reinbekommen. Nach einem Sieg verlor er meiste nach und nach wieder die erspielten Chips. Dabei hatte er auch oft Pech gegen starke oder auch stärkere Hände, während seine Gegner selten etwas hatten, wenn er mit einem starken Blatt am Tisch saß (Bestes Beispiel war das höchste Blatt des Abends, einen Ass-Poker auf dem Flop).

Das Ergebnis am Ende des Abends:

Holsch +350
Heiko +332
Dan +263
Armin -945

Damit folgender Tabellenstand zu Jahresende:

1. (1.) Daniel 2177 (+263)
2. (3.) Holger 675 (+350)
3. (2.) Heiko 668 (+332)
4. (4.) Armin -2949 (-945)

5/06 > 06/06 > 01/07

20.12.2006

Vorschläge und Alternative für Pokersession VI

Bevor wir hin und her mailen (unw weil eventuell jemand ausserhalb unserer Kreise auch eine Idee hat) hier quasi ein offener Brief für die nächsten Session, angesetzt aktuell für den Freitag vor Jahreswechsel.

Problem (So wie ich es verstehe):
Zwei Spieler sind extrem loose (selbst für einen Vierertisch), zwei Spieler sehr tight (selbst für einen Vierertisch). Dadurch sind oft nur zwei Spieler im Pott, die sich gegenseitig kaum ausbluffen und am Ende eher Glück entscheidet wer gewinnt.

Ursachen:
Zwei Spieler spielen erfolgreich loose-agressive im Doyle-Brunson Stil. Bei vier Leuten ist klar, dass selten jemand überhaupt einmal etwas hat, demnach kann man durch ständiges setzen und raisen viele Pötte für sich entscheiden, andere Spieler müssen, wollen sie gewinnen, sich diesem Spiel anpassen.
Durch online-Erfahrung und als Reaktion auf die extrem loose-agressive Spielweise von der einen Hälfte der Spieler habane die anderen beiden eine sehr tighte Variante des Spiels gewählt. In erster Linie aus Erfahrung aus den letzten Sessions. Da bereits vor dem Flop klar ist, dass in jedem Fall auf dem Flop, noch höher auf dem Turn und nochmal höher auf den River gesetzt und geraist wird, ist klar, dass man einen Betrag X zahlen muss um zum Showdown zu kommen. Natürlich kann man sein Spiel so anpassen, dass man ebenso spielt. Aber wenn alle einfach immer setzen und am Ende die Karten zeigen könnten wir natürlich gleich würfeln. Also wurden die Starthände sehr penibel ausgewählt um bei einem Showdown (ein Bluff gelingt selten, da loose Mitspieler) nicht auf reines Glück angewiesen zu sein. Beim letzten mal funktionierte das beispielsweise bei mir sehr gut, da klar war dass ich mit gut ausgewählten Starthänden deutlich öfter im Vorteil auf dem River war als ein looser Mitspieler.
Meines erachtens ist das Vorgehen aller vier Spieler nachvollziehbar. Die loosen Spieler wissen, dass sie mit ihrem Spiel grundsätzlich Pötte gewinnen, auf die kaum jemand setzt. Die tighten Spieler wissen, dass sie gegen extrem loose Spieler ausschließlich mit guten Karten gewinnen können, da ein hoher Bet nahezu sicher gecallt wird.

Lösungen:
1. Auch wenn das aus der Position eines tighten Spielers heraus etwas belehrend klingt: Die loosen Spieler passen sich dem Spiel an. Die ersten vier Sessions mussten sich die Verlierer unter hohen Verlusten nach und nach anpassen. Das ginge auch für die loosen Spieler, auch wenn ich hier lieber nicht verrate wie :-)

2. Ante: Ist zwar vielleicht bei Hold'em nicht direkt üblich aber effektiv. Die Spieler "anten sich zu tode" wenn sie nicht spielen. Ausserdem sind die Pötte größer, was höhere Calls rechtfertigt.

3. höhere Blinds: Zerstört nicht den Positionsaspekt im Hold'em, einer der tighten Spieler wäre immer auf einem Blind.

4. Mehr Abwechslung: Je öfter wir spielen umso genauer kennen wir die Mitspieler und die Pokervariante in der wir spielen. Sowohl der Aspekt Spielerkenntnis, als auch Texas Hold'em, als auch No Limit, als auch feste Blinds sind unverändert und verinnerlicht.
Beispielsweise könnten wir jedesmal eine andere Variante spielen, oder zumindest einmal eine zweite mit aufnehmen, zB 7 Card Stud. Und/oder wechsel auf Limitspiel.
Mein persönlicher Favorit und sicher auch am abwechslungsreichsten wäre HORSE oder HOSE. Bei diesen Varianten wird im zeitlichen Wechsel (zB alle 25 Minuten oder viel kürzer oder viel länger) die Pokervariante gewechselt. Insgesamt dann 5 respektive 4. Ich habe schon Turniere gespielt, es ist extremst unterhaltsam, man lernt auch in anderen Varianten viel über das Spiel in Texas. Ausserdem sind die Grundregeln alle gleich.

Freue mich schon auf Kommentare.

10.12.2006

NL Hold'em 5/10, 500, 2006 V

0/06 | 1/06 | 2/06 | 3/06 | 4/06 | 5/06 | 6/06

Ein für manche langweilige, für andere interessanter Abend. Heiko spielte ähnlich agressiv wie die letzten Male, hatte allerdings keine guten Karten und eine veränderte Spielsituation. Durch hohes setzen warfen zwar auch diesmal die meisten die Karten weg, allerdings war auch Armin diesmal nicht bereit mit schlechten Karten zu callen. Die Erfahrung durch Online Poker war erkennbar.


Swift Hand
Originally uploaded by Johnny Blood.


Im großen und ganzen war das Spiel geprägt von zwei Stilen: tight und loose. Während Heiko und Holsch nahezu jede Karte spielten, suchte sich diesmal auch Armin genau seine Starthände aus. Dadurch gab es auf dem Flop durch hohe Einsätze natürlich wenig abzugreifen. Ich hatte sehr gute Karten, einige Full Houses. Auch mit denen spielte ich (was sonst nicht meine Art ist) sehr passiv, da bei einer Erhöhung ohnehin jede die Karten weggeworfen hätte (Ab einem gewissen Zeitpunkt war klar das Armin und ich nur mit guten Karten raisen). Heiko war bedingt durch schlechte Karten und viele verlorene All-Ins wenig erfolgreich, Holsch spielte ähnlich agressiv, konnte aber mehr Gewinne für sich verbuchen. Armin konnte seine guten Karten nicht in ausreichend Chips umwandeln, war aber am Ende ebenfalls im plus.

Ergebnis des Tages:

Dan +1860
Holger +410
Armin +255
Heiko -1975


Die Tabelle nach 5 Events:

1. Daniel 1914 (+1860)
2. Heiko 336 (-1975)
3. Holger 325 (+410)
4. Armin -2004 (+255)

Vielleicht bekommen wirs dieses Jahr ja nochmal hin?

4/06 > 05/06 > 6/06

05.12.2006

Pic Basho - Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland

Hab gerade angefangen es zum zweiten mal zu lesen. Basho gilt als herausragendster Dichter in der japanischen Haiku-Form. Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland (Oku no hosomichi) ist Basho bekannstestes Hauptwerk, ein Reisetagebuch in Prosa mit vielen Haiku von ihm und seinem Begleiter Sora beigestellt.
Das Buch kann kaum einfach in einem Stück gelesen werden, ohne gewisse daoistisch-buddhistischen Vorkenntnisse und ein gigantisches Wissen chinesischer und japanischer Gedichte (Basho zitiert immer nur eine Zeile, der Rest des Gedichts wird als bekannt vorrausgesetzt) wäre die Lektüre ohne die genialen Anmerkungen, Erklärungen, Historischen Fakten, Legendenbeschreibungen, Gedichtszitate und Zeichnungen der Herausgeber für einen Westler wohl kaum zu geniessen.
Kein Buch zur Entspannung am Strand, aber immer noch einfacher greifbar als das Shobogenzo (Teil 1 von 4 hab ich zumindest gelesen und teilweise reflektiert :-))

oku no hosomichi@amazon.de