21.06.2009

Review Palm Pre

Nicht zum ersten Mal taucht der Begriff iPhone-Killer auf, bislang konnten aber alle LGSamsungNokiaExpress zumindest noch keine relevante Konkurrenz zu Apples Überprodukt aufbauen. Bislang fehlte hierfür immer ein entscheidendes, neues Feature. Meist schafften es rivalisierende Smartphones lediglich, ähnlich gut (Multitouch) oder etwas besser (Kamera) zu sein, eine wirkliche Revolution fand nicht statt. Und Kaufargumente wie der mittlerweile gewaltige Appstore sind auch erst einmal aufzuholen. Was also macht den Pre, das neue Produkt das schlingernden Ex-PDA-Giganten Palm, besonders? Da wäre zum einen Jon Rubinstein, der seit 2007 für den Smartphone-Hersteller arbeitet. Er war nach seiner führenden Arbeit bei Apple an dessen iPod aus der Frührente zu Palm gelockt worden und hat sich scheinbar sogleich an die Konzeptionierung eines neuen Gadget für den Massenmarkt gemacht, dass den Hersteller wieder auf die Spur bringen soll. Mittlerweile ist Rubinstein CEO von Pre, das erinnert stark an die Konstellation bei seinem früheren Arbeitgeber. Das Pre selbst ist von der Fachpresse begeistert aufgenommen worden. Grob umfasst ist es ein typisches 09er Smartphone. Tolles Design, großer Multitouchscreen, High-Speed-Mobiles Internet und als kleine Neuerung kabelloses Aufladen durch elektromagnetische Induktion. Als Betriebssystem kommt das linuxbasierte webOS, der Nachfolger von Palm OS, zum ersten Mal auf einem Smartphone zum Einsatz. Das schaut gut aus, unterstützt das bereits erwähnte Multitouch und bietet gegenüber dem iPhone echtes Multitasking. Unterhalb des Touchscreens kann als Slide eine elegante kleine QWERTZ-Tastatur ausgefahren werden, das ist deutlich sinniger als beim G1. Eine Synchronisierung am PC ist ironischerweise via iTunes möglich, falls Apple für das nächste Update keine Pre-Sperre einbaut.

Ob Design, Betriebssystem, Tastatur und Multitasking dafür ausreichen, aus dem Pre einen Erfolg oder gar einen iPhone-Killer zu machen, steht freilich in den Sternen. Einen 50.000 Applikationen schweren Store kann Palm sicher nicht binnen kürzester Zeit aufbauen. Die ersten veröffentlichten Zahlen lassen für Palm allerdings einiges hoffen. Seit 6.6. ist das Smartphone in den USA erhältlich, wann und bei welchem Provider es in Deutschland erscheint ist noch offen. (dc)

Links:
article@wired.com
offiziell@palm.com
review@chip.de

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