10.12.2010

Pokersessions 2010 - Retrospektive

2010 wurde zum ersten Mal Heiko Jahressieger. Er reiht sich damit in unsere persönliche, kleine Hall of Fame ein ;)


Meister Vize Bronze
2006 Dan Holsch Heiko
2007 Dan Armin Heiko
2008 Armin Rene Dan
2009 Dan Heiko Armin
2010 Heiko Dan Thu


Der Jahresverlauf schaut folgendermassen aus:

















Und im Allzeitchart kann man Heikos steten Zug nach oben ablesen. Zum ersten mal seit Frühjahr 2008 liegt er wieder im Plus:

Pokersessions 08/10 und 09/10

Pokersession 8 und 9



So, ordentlich verspätet (hatte den Zettel nicht gefunden!) hier die Ergebnisse der beiden letzten Sessions:

Session 8:
1. Thu 1965
2. Heiko 150
3. Holsch -270
4. Dan -850
5. Armin -1000

Session 9:
1. Heiko 1565
2. Dan 140
3. Holsch 120
4. Armin -500
5. Thu -1325

Was uns zur Endjahrestabelle führt:

1. Heiko 4300
2. Dan 205
3. Thu 140
4. Holsch -1285
5. Armin -3235

Den zweiten Platz hab ich also der letzten Hand gegen Armin gestern abend ("Mich rettet nur die Acht!") zu verdanken. Herzliche Glückwünsche an den Jahressieger Heiko!

01.10.2010

Pokersession 07/10

Sooo. Mit reichlich Verspätung (Arbeit, Termine, Wiesn) hier das Ergebnis der letzten Session:


Heiko +990
Armin +540
Holsch -30
Thu -500
Dan -1000

Die neue Tabelle (mit neuem Tabellenführer *grmbl*):

1. Heiko 2585   
2. Dan 915   
3. Rene -30
4. Thu -500
5. Holsch -1135   
6. Armin -1735   

23.07.2010

Pokersession 06/10

Ergebnis:
1. Holsch +960
2. Dan +600
3. Heiko +440
4. Armin -2000

Neue Tabelle:
1. [1] Dan +1.915
2. [2] Heiko +1.595
3. [3] René -30
4. [5] Holsch -1.105
5. [4] Armin -2.275

Und noch als Langzeitstudie: Der Chart über alle bisherigen Sessionergebnisse, kumuliert. Schön zu sehen ist hier Armins rasanter Aufstieg und die "Durststrecke" der letzten 2,5 Jahre. Heikos Wiederaufstieg ist ungebrochen, Holsch konnte erstmal einen weiteren Absturz vermeiden.

18.06.2010

Pokersession 05/10


Ergebnis:

Armin +1.620
Dan -100
Holsch -195
Heiko -1325


Aktuelle Tabelle:

1. [2] Dan +1.315
2. [1] Heiko +1.155
3. [3] René -30
4. [5] Armin -275
5. [4] Holsch -2.065

07.06.2010

Wasserstand Schwarzgelb

Der aktuellen Regierung wird im allgemeinen kein guter Start bescheinigt. Weder in Kommentaren der Politik-Journalisten noch in aktuellen Umfragen kommt Schwarzgelb derzeit auf einen grünen Zweig. Die Gründe hierfür sind beeindruckend vielschichtig.

Das Kabinett und die FDP
Als nach der Wahl die FDP ihre Repräsentanten für die ihr überlassenen Ministerien vorstellte pendelten die Reaktionen von hoffnungsschimmernd über Respekt zollend bis hin zu Fassungslosigkeit.
Westerwelle übernahm wie erwartet als Vizekanzler das Aussenministerium, ohne über allzu viel aussenpolitisches Profil zu verfügen. Kurz nach dem Start sorgten mangelnde Englischkenntnisse und spätrömische Dekadenz für eine massive Beschädigung des einstigen Strahlemanns.
Das Wirtschaftsministerium fiel Rainer Brüderle zu. Dieser konnte in der aktuell hochrelevanten Wirtschaftskrise allerdings bis heute keine neuen Akzente kommunizieren.
Philipp Rösler fiel und fällt die schwierige Aufgabe zu als Bundesgesundheitsminister die von der FDP geforderte aber höchst unpopuläre Kopfpauschale durchzusetzen. Aktuell ist das Thema quasi vom Tisch.
Dirk Niebel wurde Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ein Ministerium, welches er laut Spiegel vor der Wahl noch gerne abgeschafft hätte. In den Wochen nach der Wahl hagelte es Kritik von Entwicklungshilfeorganisationen. Auch das Postengeschacher an alte "Bundeswehr-Kumpels" konnte nur wenige Aussenstehende begeistern.
Einzig Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hält als Justizministerin die klassischen Bürgerrechtsthemen der FDP auf dem Schirm.

NRW
Durch die herben Verluste der FDP bei der Landtagswahl kippte die Bundesratsmehrheit von Schwarzgelb, was der Opposition eine Blockadestrategie ermöglicht. Die Chancen für Kopfpauschale, Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und Steuersenkungen dürften damit nicht unbedingt gestiegen sein.

Rücktritt Koch
Merkel gilt als kontrollierte Lenkerin, die sich schon des öfteren von parteiinternen Konkurrenten befreite (Merz, Öttinger). Nach der herben Niederlage von Rüttgers verblieben als starke Landesfürsten lediglich noch Wulff und Koch. Und letzterer verkündete aus heiterem Himmel seinen Ausstieg aus der Politik. Das hilft Merkel zwar auf ihrem Weg in eine Zukunft ohne Kronprinzen (zu Guttenberg bleibt), beraubt die CDU aber ihres wichtigsten Hardliners. Konservative Kräfte innerhalb der Partei und interessierte Beobachter befürchten dadurch den Verlust einer wichtigen Identifikationsfigur für die politische Rechte und eine weitere Sozialdemokratisierung hin zu einer MerkelVonDerLeyen-Partei.

Rücktritt Köhler
Das hatte sich Horst Köhler sicher anders gedacht. Bei einem Überraschungsbesuch in Afghanistan misslang ihm zuerst ein Dialog mit einem Soldaten ("Warum höre ich das nicht von Ihnen?"), später folgte dann ein ausgesprochen konfuser Satz, den man als Rechtfertigung von Wirtschaftskriegen verstehen konnte. Der anschließende Aufschrei innerhalb der Opposition (siehe Trittin, Oppermann) war etwas lauter als gewohnt, aber noch klar im Rahmen dessen, was man in eisigen Höhen gewohnt ist. Merkel konnte wenig gegen die Anschuldigungen unternehmen. Hätte sie Köhler verteidigt, wäre er selbst als schwach dagestanden.
Köhler startete seine erste Amtszeit ans verfrühte Ankündigung der schwarzgelben Traumhochzeit und gilt jetzt als Vorbote der Scheidung.


Die Suche nach einem Kandidaten / Die Wahl Wulffs
Die Aufstellung eines passenden Kandidaten bot viele Chancen. Stärkendes Wir-Gefühl mit der FDP, ein staatsmännisches Anti-Geklüngel, alles war drin. Zum Leidwesen der CDU schaffte Merkel allerdings einen dreifachen Fehlgriff.
1. Der Kandidat passt vielen FDP Landesverbänden so gar nicht. Horcht man gen Osten, könnte es sogar eng werden in der Bundesversammlung (sollte die Linke doch noch einen Funken Vergangenheitsbewältigung leisten)
2. Wenn Wulff etwas ist, dann ein unspannendes Parteisoldat. Er dürfte kaum integrative Kräfte zwischen den Parteien entwickeln.
3. und vielleicht am schlimmsten: Merkel hat durch das versemmelte Kandidatengeeier eine ihrer wichtigsten MinisterInnen nachhaltig beschädigt.

Der Gegenkandidat
Nicht alles was die SPD in der vergangenen Zeit anpackte war strategisch sinnvoll. Die Kandidatur von Joachim Gauck hingegen grenzt an Genialität. Viele im vermeintlich bürgerlichen Lager sympathisieren offen mit dem parteilosen Bürgerrechtler und Stasijäger, die Linke könnte sich durch die Aufstellung eines eigenen Kandidaten um eine große Chance bringen. Wahrscheinlich wird es für Wulff Ende Juni reichen, einen besseren Gegenkandidaten hätten Rot-Grün indes nicht aufstellen können.

Zum Sparpaket dann bald ein eigener Post

15.05.2010

The War On Drugs - Arms Like Boulders Chords

So, endlich mal ein wenig an einem meiner Lieblingssongs der letzten Jahre rumprobiert. Hier das Ergebnis:

Capo 2nd
Start mit G, C, Em im Wechsel dann G
Verse: G, C, G, C,...
Ref.: G, C, G, C,... C, Em, G

Sicher nicht komplett richtig, aber klingt gut.

10.05.2010

Rückblick JAX 2010

Java ist tot, es lebe Java! 

Was habe ich von meiner ersten JAX mitgenommen? Die JVM ist alles andere als Tod! Zwar spiegelte sich auch dort der berühmt-berüchtigte Tiobe-Index von April wieder, d.h. Java als Sprache war weniger vertreten, allerdings stießen umso mehr die (vermeintlich neuen) alternativen Sprachen für die JVM auf vermehrtes Interesse. Neben dem mittlerweile schon alteingesessenen Vertreter Groovy (Würdig vertreten durch den sympathischen Dierk König, Author des von mir vielgeschätzten "Groovy in Action") und anhängenden Frameworks, fielen besonders zwei weitere Sprachen ins Auge: Das durch den wieder aufgeflammten Trend DSL besonders stark (zu recht?) gehypte Scala, präsentiert in einer Livedemo von Heiko Seeberger, sowie das von Lisp inspirierte Clojure (mit einer sehr guten Einführung des Rockstars der JAX 2010, Stefan Tilkov). Ich bin einmal gespannt wie sich die Verbreitung bis zur JAX 2011 gestaltet.

Web Services Bashing

Quo Vadis REST?, Seam und REST Easy, Enterprise vs. WWW, allerorten kam REST zur Sprache, was natürlich in einem dezenten Web Services Bashing mündete, was besonders in der bereits genannten, sehr unterhaltsamen Keynote (Enterprise vs. WWW) von Stefan Tilkov einen Höhepunkt fand.

Die Keynotes. Werbung oder sonst noch was?

Eine große Enttäuschung waren, mit der bereits genannten Ausnahme, die Keynotes. Ablesbar an der Auflistung der Gold Sponsoren der JAX nutzten selbige die große Bühne in der Kongresshalle für meist schamlose Eigenwerbung. Sei es ein von Accenture gezeigter Film(!) oder Adobes zumindest unterhaltsame Werbung für Flex, Höhepunkt war "Unlimited data performance for your JVM", bei dem das Publikum während der (verkorksten) Livedemo in großen Scharen den Saal Richtung Abendessen und Bierstand verließ.

Alles in allem war ich sehr zufrieden. Die bisherigen Auswirkungen? Je ein Buch zu Clojure und Scala bestellt, IDEA installiert, ein wenig Groovy gecodet, den heise developer podcast begonnen zu hören und mit der Clean Code Developer Community befasst.

26.04.2010

Nachtrag zu Anne Will, Gefallen in Afghanistan – gestorben für Deutschland?

Da beschwerte sich unser Bundesentwicklungsminister bei den anwesenden Kriegskritikern (Willemsen, Gysi, etc.), dass sie durch ihr kriegsmüdes Genörgel die Taliban doch geradezu motivieren, für weitere schlechte Nachrichten aus Afghanistan zu sorgen um einen Abzug zu provozieren. Das ist, auch wenn sich Willemsen zurecht tierisch darüber aufregte, im Grunde korrekt. Aber um den unverschämten Vorwurf von Niebel als solchen zu enttarnen, abstrahieren wir das doch ein wenig.
Fünf Leute stimmen darüber demokratisch ab, ob sie in den Krieg ziehen. Drei sind klar dafür, zwei vehement dagegen. Eine sechste Person zieht für die fünf Anderen in den Krieg. Die zwei Kriegsgegner argumentieren, dass die sechste Person schleunigst aus Afghanistan zurückkehren soll, da es zu gefährlich sein. Das Argument der drei Kriegsbefürworter? "Wie könnt ihr gegen den Einsatz argumentieren (wie auch schon zuvor)? Das schwächt doch die Mission (die die Kriegsgegner nie befürworteten)"
Das Argument Niebels ist: "Ihr wart gegen den Einsatz. Aber jetzt, wo wir halt mal dort sind, dürft ihr nicht dagegen argumentieren".

16.04.2010

Pokersession 04/10




Ergebnis:
Heiko +545
Armin +540
René -30
Holsch -100
Dan -855

Neue Tabelle:
1. [2] Heiko +2.480
2. [1] Dan +1.415
3. [-] René -30
4. [3] Holsch -1.870
5. [4] Armin -1.895

02.03.2010

Inspiration

“You can’t wait for inspiration. You have to go after it with a club.” - Jack London
[via zenhabits]

23.02.2010

Pokersession 03/10

Leider, leider hab ich es verpeilt, dass eine oder andere Foto zu machen. Wahrscheinlich war es die Verwirrung, da wir nicht wie gewohnt im Casa Kunkel sondern bei mir gespielt haben.
Nichtsdestotrotz, um es vorweg zu nehmen: Das war ein ausgesprochen unterhaltsamer Abend (wenn auch vielleicht nicht für alle). Ständig kamen große Pötte zustande, auch mit mittelmäßigen Karten. Ich konnte nach einer verlustreichen Startphase einen Monsterpott mit einem Straight Flush gewinnen, musste aber dennoch zur Halbzeit nachkaufen. Armin hatte einen wechselhaften Abend. Er spielte für seine Verhältnisse recht loose, verlor aber viele entcheidenden Pötte und kaufte nach. Bei Holsch kam wie schon bei den ersten beiden Sessions wenig positives zustande, er lag schnell im Minus. Heiko hingegen konnte mit seinem Image viele Riesenpötte gewinnen, im richtigen Moment hatte er bei einem Showdown meist die besseren Karten.
An dieser grundsätzlichen Tendenz änderte sich in der zweiten Hälfte wenig. Bei Holsch lief es schlecht, bei Heiko extrem gut, Armin konnte wie ich wieder etwas zulegen. Ganz am Ende konnte ich noch zwei, drei dicke Pötte für mich entscheiden, was mich noch rechtzeitig in die Positivzone schubste.

Das Ergebnis des Abends:

1. Heiko +1.120
2. Dan +315
3. Holsch -435
4. Armin -1.000

Und die neue Tabelle:

1. [1] Dan +2.270
2. [2] Heiko +1.935
3. [3] Holsch -1.770
4. [4] Armin -2.435

03.02.2010

Pokersession 02/10

Und da saßen sie wieder...



Der abendliche Spielverlauf wie wie so oft geprägt von der typischen Dynamik unserer Viererrunde. Anfangs konnte Holsch einige Chips gewinnen, Heiko baute sich einen mächtigen Stake auf, während Armin und ich Kohle verloren und in der ersten Hälfte des Abends die ersten Nachkäufe zu verkraften hatten

Zwischenzeitlich lief es bei mir besser, ich gewann einige Dicke Pötte, und hüpfte zu Beginn der zweiten Hälfte ins Plus. Holsch hatte kein Kartenglück und verlor nach und nach seinen ansehnlichen Stake. Die zweite Hälfte des Abends war überwiegend von Verlusten bei Holsch und Armin und gewinnen bei Heiko und mir geprägt. Durch das am Ende sehr ruhige Spiel konnte ich als Chipleader viele Pötte mit meinen Chips gewinnen.

Am Ende hatten wir einen ähnlichen Endstand wie schon in der ersten Session, daher ändert sich auch nichts an der aktuellen Tabelle.

Endergebnis:
Dan 625
Heiko 235
Holsch -425
Armin -435

12.01.2010

Pokersession 01/10



Die erste Pokersession des Jahres 2010 bot einige interessante Wendungen. Anfangs lief es sowohl bei Holsch als auch mir alles andere als gut, wir hatten beide Nachkäufe zu verzeichnen, auch Armin erwischte es. Die Chips flossen alle zum gewaltigen Chipleader Heiko, der zeitweise einen rekordverdächtigen Stapel vor sich stehen hatte. Seine gewohnt aggressive Spielweise wurde in der ersten Hälfte des Abends mit guten Karten bei den Gegnern und besseren Karten bei ihm belohnt. So konnte er einige sehr große Pötte gewinnen, Drillinge, Straßen und Full Houses waren keine Seltenheit an diesem Abend.



Bei Holsch lief es wie so häufig eher bescheiden, mit guten Karten verlor er große Pötte gegen Monsterhände und konnte keinen positiven Chipstand erreichen. Armin hingegen konnte seine anfänglichen Verluste zeitweise mit gewohnt diszipliniertem Spiel anständig ausgleichen. Bei mir lief es die erste Hälfte eher schlecht, ich konnte nach meinem ersten Nachkauf aber recht schnell wieder einige Chips hinzugewinnen.



In der zweiten Hälfte des Abends verlor Heiko viele große Pötte, Holsch konnte davon allerdings nicht profitieren. Die Stacks flossen allesamt zu Armin und mir.
Kurz vor Ende hatte Heiko nach großen Verlusten ein ordentlichen plus, während Holsch deutlich im Minus lag. Die restlichen ca 500 positiven Chips verteilten sich zwischen Armin und mir. In der letzten Hand des Abends pushten wir beide uns dann ins All-In (Potsize 2.330), Armin verlor mit einer Straße gegen mein Full House mit 52o.



Das führt uns zu folgendem Ergebnis, automatisch die erste Tabelle in 2010:

Dan -1.330
Heiko +580
Holsch -910
Armin -1.000

08.01.2010

Zwei ist gelb. Synästhesie mit Zahlen und Farben.

Heute las ich einen interessanten Spiegel-Artikel zum Thema Synästhesie. Laut Wikipedia ist
Die Synästhesie (von altgriech. συναισϑάνομαι „mitempfinden“ oder „zugleich wahrnehmen“) bezeichnet hauptsächlich die Kopplung zweier physisch getrennter Bereiche der Wahrnehmung, etwa Farbe und Temperatur („warmes Grün“), im engeren Sinne die Wahrnehmung von Sinnesreizen durch Miterregung der Verarbeitungszentren im Gehirn eines Sinnesorgans, wenn ein anderes gereizt wird. Menschen, bei denen derart verknüpfte Wahrnehmungen regelmäßig auftreten, werden als Synästhetiker bezeichnet.

Am häufigsten kommen Assoziationen von Zahlen oder Buchstaben mit Farben vor, zumindest ist das bei mir so. Als Kind war Synästhesie bei mir auch recht ausgeprägt, heute ist es mir weniger bewusst, aber nichtsdestotrotz vorhanden. Eine 4 ist und bleibt einfach blau. Daher versuche ich hier mal einen kleinen Überblick zu geben, wie sich das mit den Zahlen und Farben am lebenden Objekt, also mir, verhält.

Eins. Ganz klar weiß. Ich vermute, dass ganz grundsätzlich die Farbassoziation zur Form der Zahl oder zu Klang oder Form des Wortes der Zahl kommen soll. Bei der eins ist das denke ich die Form.

Zwei. Gelb. Vielleicht auch assoziiert mit dem Klang. Zitronen vielleicht?

Drei. Grün. Sowohl Form des Worts, Klang, Struktur (zweiter Buchstabe ein "r") aber auch sehr stark die Form der Zahl selbst.

Vier. Blau. Die Form der Zahl, der Klang, auch das "V" erinnert an hellblau.

Fünf. Orange. Die mit Abstand schwächste Assoziation, sie wackelt fast ein wenig.

Sechs. Rot. Klare Assoziation, hauptsächlich über die Form.

Sieben. Dunkelgrün. Klares Bild, wie ein moosüberzogener grüner Ast? Der Klang ist eigentlich heller, aber das Bild überwiegt massiv.

Acht. Dunkelblauschwarz. Das A bringt etwas blaues hinein, die Form ansonsten ist nahezu schwarz.

Neun. Braun. Von der Form ja nahe an der Sechs, farblich aber deutlich in eine Mischung aus dunkelbraun und Ocker.

Wieder Wiki:
Hinsichtlich der Merkmale unterscheidet man in starke und schwache Synästhesie:
Die starke Synästhesie führt zu äußerst lebendigen, sekundären Empfindungen als Reaktion auf einen primären Wahrnehmungsreiz. Es kommt außerdem zu plötzlichem und gleichzeitigem Auftreten verschiedener Merkmale. Bei der gleichen visuellen Wahrnehmung kommt es immer zur gleichen synästhetischen Empfindung. Diese Art tritt besonders im jungen Alter und gehäufter bei Frauen auf. Die Ursache dafür ist möglicherweise genetisch. Die schwache Synästhesie besitzt keine große Lebendigkeit. Der Proband erkennt, dass Aspekte bestimmter Sinnesmodalitäten ähnlich sind, registriert jedoch keine begleitende Sinnesempfindung, wodurch er nur sekundäre Wahrnehmungseindrücke erlebt. Zum Beispiel registriert er orange und braun als "warme" - grün und blau hingegen eher als "kalte" Farbe.

Bei mir wars als Kind auch deutlich stärker ausgeprägt, und auch nicht im täglichen Gebrauch vorhanden. Wenn mich aber jemand nach der Farbe einer Zahl fragt ist alles wieder da :)

04.01.2010

Wahlgutscheine jetzt!

Die FDP fordert, dass die angesetzte Erhöhung des Kindergelds in Form von Gutscheinen ausgezahlt wird. Auf dass das Geld bei den Kindern ankommt und nicht in Schnaps investiert wird. So deutlich spricht es die Bundespolitik nicht an, in jedem Fall aber spricht sie den Bürgern (offenkundig einer bestimmten Klientel) die Fähigkeit zur Sorge um ihre Kinder. Und das, wo im Koalitionsvertrag gleichzeitig das Betreuungsgeld aufgeführt ist, ebenfalls nur interessant für Menschen ohne Geld. Demnach halten es Union und FDP für angebracht, Menschen, denen Sie selbst keine freie Verfügung über das Kindergeld geben wollen, die Betreuung ihrer Kinder ab, losgelöst aus allen sozialen Netzen, zuhause zu ermöglichen. Bleibt für die beiden Parteien lediglich die Hoffnung, dass die Wähler ausreichend kompetent für ein Kreuz in der Wahlkabine bleiben...

01.01.2010

Spiele des Jahres 2009

Hoffnungslos subjektiv, da ich viele der sonstigen Top-Kandidaten mangels Zeit, Lust oder Konsole gar nicht gespielt habe (keine PS3, XBox360 oder aktuellen PC). Hier also ohne Reihenfolge meine Top 5, quer über alle Systeme:

* Anno 1404 (PC)
* New Super Mario Bros. Wii (Wii)
* The Whispered World (PC)
* GTA: Chinatown Wars (DS)
* Plants vs. Zombies (PC)

Ich bitte um eure Top 5 und böse Kommentare!

D.T. Suzuki - Leben aus Zen

Schon seit einer kleinen Ewigkeit hab ich dieses Standardwerk des (wie Shunryu Suzuki ihn nannte) "großen" Suzuki zuhause kurz angelesen im Schrank stehen und es mir in den Urlaub mitgenommen. Mittlerweile hat sich bei mir einiges an buddhistischer Literatur gesammelt, so dass ich mir das Buch mit der längsten Wartezeit mit in den kurzen Wellnessurlaub mitnahm.
Suzuki war ein sehr bekannter buddhistischer Gelehrter, der mit Mitte Neunzig in den Sechzigern starb. Er war maßgeblich an der Popularität von Zen im Westen beteiligt und schrieb seine Bücher auch häufig explizit für eben dieses Publikum unter Zuhilfenahme von Vergleichen der buddhistischen mit der christlichen Lehre. So auch in dem hervorragenden Einsteigerbuch "Die große Befreiung", das ich vor einigen Jahren laß.
Suzuki gibt zu Beginn des Buchs eine kurze Einführung in Zen und nimmt sich anschließend angenehm viel Zeit, über Satori zu sprechen. Auch hier greift er in anspruchsvoller, aber stets leicht verständlicher Sprache auf christliche Terminologie zurück. Im Kapitel "Satori" schreibt er beispielsweise über Zen-Satori: "Es ist mit Gott sein bevor er rief 'Es werde Licht'". Oder, besonders eindrucksvoll, im Kapitel "Wege zu Satori": "Die Menschen mögen glauben, daß Gott die Welt mit allen ihren sündigen Kindern geschaffen hat, und daß Er, der ihre Sünden nicht ertragen konnte, Mittel erfand, um sie zu retten, und daß der Intellekt eines dieser Mittel ist. In Wahrheit aber ist es Gott, der Sich Selbst sehen wollte und zu diesem Ziel die Welt erschuf mit ihren Geschöpfen, die Ihn zu erreichen suchen in Seinem eigenen Wunsch, Sich Selbst zu erschauen"
Ein Großteil des Buches ist allerdings in der gewohnten, buddhistischen Terminologie gehalten.
Suzuki führt im Folgenden seine Gedankengänge zur Methode des Koan auf, was auch für Soto-Anhänger sehr interessant zu lesen ist. Leider verwendet er bei Gegenüberstellungen des Mahajana zum Therevada den abwertenden Begriff Hinajana, das mag aber auch bei der Übersetzung geschehen sein.
Fast die gesamte zweite Hälfte der Lektüre befasst sich mit der Zen-Lehre des Hui-Neng, dem vermeintlivh ungebildeten, brillianten und revolutionären sechsten Patriarchen nach Bodhidharma. Suzuki schildert die Gegensätze der damaligen Ansichten der nördlichen und südlichen Schulen und räumt mit einigen häufig überzogen dargestellten Rivalitäten zwischen den Gründern, einer davon Hui-Neng, auf.
Suzuki schrieb das Buch mit Mitte Achtzig, und mit der ihm eigenen Intelligenz und Brillianz. Vielleicht richtet sich das Buch aber weniger an absolute Zen-Neulinge. Für alle anderen sehe ich es als Pflichtkauf.